Wer kommt für Schäden auf, die in der Schule passieren?

Sachschäden:
Schäden durch Schüler
Die Schüler oder deren Erziehungsberechtigte sind dafür verantwortlich, wenn der Schüler vorsätzlich gehandelt hat. Dies bezieht sich auch auf das dem Schüler im Rahmen der schulischen Ausbildung anvertraute Eigentum Dritter (z.B.: Lehrbücher, Lernmittel, Lehrmittel usw.).
Den Eltern wird empfohlen, selbst eine Privathaftpflichtversicherung abzuschließen, die z. B. solche Fälle einschließt: Ein Schüler, der auf dem Schulweg aus eigener Schuld von einem Auto angefahren wird, oder mit einem Kraftfahrzeug zusammenstößt, ist zwar voll unfallversichert. Die Kosten für das beschädigte Auto sind jedoch ein Haftpflichtfall.
 
Körperschäden:
Verletzungen durch Schlägereien
zählen zu den Schulunfällen und sind durch die Versicherung abgedeckt, wenn der Anlass der Schlägerei schulischer Art war (z.B. eine ausgeräumte Schultasche) und wenn die Verletzung nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurde, d.h. wenn nicht „besondere Brutalität im Spiel war". Schüler oder deren Erziehungsberechtigte können also in solchen Fällen nicht durch den gesetzlichen Unfallversicherungsträger im Rückgriff haftbar gemacht werden.
Die Gewährung von Schmerzensgeld durch die Gemeinde-Unfall-Versicherung (GUV) und durch den Schädiger scheidet aus.
 
Keine Haftung  übernimmt die Schule für Verlust oder Beschädigung von Gegenständen, die der Schüler unberechtigterweise in die Schule bringt.
 
Sportunterricht: Keine Haftung der Lehrkraft bei Verletzung eines Schülers durch nicht abgelegtes Schmuckstück oder Brillen.