Umweltprojekt mit Jo Brösele

Interview mit der Jägerin

Beim HSU-Thema Wald interessierten wir uns natürlich auch für die Jagd und was alles damit zusammenhängt. Wir luden Frau Christine Hammerer, eine Jägerin aus Reichau, zu uns in die Klasse ein und stellten ihr unsere Fragen.

In unserem Interview hatten wir sowohl Fragen zum Thema Jagd, als auch persönliche Fragen an Frau Hammerer vorbereitet.

Wie hoch ist ein Jägerstand?    
Das hängt vom Gelände ab. Manchmal nur 1 m, er kann aber auch 3 - 4 m hoch sein.
Welche Eigenschaften sollte ein Jäger haben?    
Von einem Jäger erwartet man hohe Zuverlässigkeit, gerade wenn es um den Umgang mit Waffen geht. Aber auch Ausdauer und Kraft sind gefragt.
Warum werden Tiere erlegt?    
Wildtiere dienen als Nahrung für Menschen. Früher war das der Hauptgrund. Dazu kommen noch andere Gründe, so erlöst der Jäger Tiere von ihrem Leiden, wenn sie von einem Auto angefahren wurden. Manchmal muss der Jäger auch Tiere erlegen, die sich zu stark vermehren und dadurch Schäden anrichten.
Wie lange dauert es, bis ein Jagdhund ausgebildet ist?    
Die Ausbildung der Hunde beginnt schon sehr früh und dauert eigentlich ein ganzes Hundeleben lang. Wichtig ist dabei, dass der Hund immer wieder trainieren muss, wie er sich richtig verhalten soll.
Welche Arbeitskleidung braucht ein Jäger?    
Warme Kleidung, die vor Nässe und Kälte schützt ist sehr wichtig. Besonders die Schuhe müssen fest und bequem sein.
Was macht der Jäger mit den getöteten Tieren?    
Viele Jäger verwenden das Fleisch der Tiere zum eigenen Verbrauch. Oft wird das Fleisch als Wildbret beim Metzger verkauft.
Wann haben die Tiere Schonzeit?    
Das ist sehr unterschiedlich für jede Tierart. Es hängt auch vom Alter und vom Geschlecht der Tiere ab. Bei Rehen beginnt die Schonzeit Mitte Januar und dauert bis Anfang September, Mitte Oktober bis Mitte Mai bei Rehböcken.
Darf man Tiere, die unter Naturschutz stehen auch jagen?    
Normalerweise ist das streng verboten, aber es gibt ganz wenige Ausnahmen. So darf in manchen Gebieten der Biber bejagt werden, wenn er dort zu große Schäden durch Überschwemmungen anrichtet. Aber das ist sehr selten und wird genau kontrolliert.
Wo ist Ihr Jagdgebiet?    
Mein Jagdrevier ist das Plesser Ried.
Wie viel Zeit verbringen Sie in der Woche mit dem Jagen?    
Ich gehe etwa 3- bis 4-mal in der Woche ins Revier. Da kommen dann schon 10 Stunden und mehr zusammen.
Wie viele Jägerstände haben Sie in Ihrem Revier?    
Das ist schwer zu beantworten. Ich glaube es sind mindestens 20 Jägerstände.
Woher haben Sie Ihre Waffen?    
Ein Gewehr hat mir mein Mann geschenkt, 2 weitere Gewehre und eine Pistole habe ich von Bekannten erworben.
Wie viele Tiere haben Sie im letzten Jahr erlegt?    
Im letzten Jahr waren es 6 Rehe und ein Hase. Das ist nicht sehr viel. Aber ich gehe auch nicht auf die Jagd um große Beute zu machen. Die Hege und Pflege des Wildbestands ist viel wichtiger.
Wie lange sind Sie schon Jägerin?    
Eigentlich noch gar nicht so lange, denn ich bin erst seit 12 Jahren Jägerin.
Warum sind Sie Jägerin geworden?    
Das war eher ein glücklicher Zufall. Mein ältester Sohn und dessen Freund wollten vor vielen Jahren die Jägerprüfung machen und da haben wir uns gemeinsam vorbereitet. So bin ich Jägerin geworden.

 Frau Hammerer hatte einige interessante Dinge mitgebracht. Unser Lehrer musste ins Horn blasen und wir durften ein mächtiges Hirschgeweih hochheben. Kaum zu glauben, dass so ein Tier ein solches Gewicht auf dem Kopf aushält!

Ganz nebenbei erfuhren wir, woher die Redensart kommt: "Sich etwas an den Hut stecken". Wisst ihr es? Wenn nicht, kann man sich in der Klasse 3b erkundigen.

Apfeltag 2015

Am Dienstag, 17.11.2015 hatten beim Apfeltag alle Teilnehmer einen Riesenspaß. Herzlichen Dank an die zahlreichen Eltern, die die Spielsationen betreut haben.

 

Bei der Imkerin

Das Thema "Bienen" interessierte die Klasse 4a besonders, weil die Capito-Seiten unserer Tageszeitung uns darauf neugierig machten. Wie lasen die Artikel aufmerksam und besprachen die unterschiedlichen Aufgaben von Königin, Arbeitsbiene und Drohn. Zusätzlich erklärte uns der Film "Ein Staat aus Wachs und Honig" das Leben im Bienenvolk. Glücklicher Zufall: Die Mutter einer Schülerin ist Hobbyimkerin und zeigte uns an einem ihrer Bienenvölker "hautnah" wie diese Insekten leben.

Ausgerüstet mit Schutzkleidung und Rauchpfeife durften wir die fleißigen Tiere aus nächster Nähe beobachten. Gestochen wurde niemend, denn wir haben alle Vorsichtsmaßnahmen beachtet: helle Kleidung, keine auffälligen Farben, nichts was nach Banane riecht und Ruhe bewahren. 

Ein recht kniffliges Bienenquiz verlangte unser ganzes Wissen, aber jetzt wissen alle, was gut schmeckt und zugleich schmerzt. Wir verraten es nicht, denn vielleicht werden andere Kinder im nächsten Jahr das Quiz mit der gleichen Spannung und Freude lösen.

Am Ende dieses außergewöhnliches Schultags durften wir aus dem Vollen schöpfen: Ein Finger voll Honig aus der frischen Wabe geschleckt, das schmeckt ganz anders als der Honig aus dem Glas....