Neuregelungen zur Lese-Rechtschreib-Störung

Zu Beginn des Schuljahres 2016/17 treten wichtige Änderungen im Bereich der Lese-Rechtschreib-Störung in Kraft.

Wichtige Neuregelungen:


1. ÄNDERUNG DER BEGRIFFLICHKEITEN
- Die bisherige Unterscheidung zwischen Lese-Rechtschreib-Schwäche und Lese-Rechtschreib-Störung (Legasthenie) entfällt.
- Alle bisher als Legasthenie und Lese-Rechtschreib-Schwäche benannten Erscheinungen werden jetzt bezeichnet mit
 Lese-Rechtschreib-Störung,  Isolierte Lesestörung oder Isolierte Rechtschreibstörung


2. VORAUSSETZUNG FÜR DIE ANERKENNUNG einer Lesestörung, Rechtschreibstörung oder Lese-Rechtschreib-Störung ist:
das Gutachten eines Kinder- und Jugendpsychiaters mit einer schulpsychologischen Stellungnahme oder eine schulpsychologische Stellungnahme.

3. MÖGLICHE MAßNAHMEN:
Individuelle Unterstützungsmaßnahmen erhalten in einem kind- und begabungsgerechten Unterricht alle Schülerinnen und Schüler. Die Verantwortung dazu liegt bei der Lehrkraft.

Nachteilsausgleich:
Voraussetzung dafür ist der schriftliche Antrag der Erziehungsberechtigten. Schülerinnen und Schüler mit einer lang andauernden erheblichen Beeinträchtigung der Fähigkeit, ihr vorhandenes Leistungsvermögen darzustellen, erhalten soweit erforderlich eine Anpassung der Prüfungsbedingungen, die das fachliche Anforderungsniveau der Leistungsanforderung wahrt. (Art. 52 Abs. 5 (1) BayEUG)
d.h. die äußeren Bedingungen bei Leistungserhebungen werden angepasst (z. B. durch Zeitverlängerung, Strukturierungshilfen, spezielle Arbeitsmittel,…), der Leistungsanspruch bleibt in vollem Umfang erhalten und wird ohne Einschränkung bei der Notengebung bewertet  (keine Zeugnisbemerkung!)


 Notenschutz:
Voraussetzung dafür ist der schriftliche Antrag der Erziehungsberechtigten.

Wichtig: Nachteilsausgleich und Notenschutz sind Maßnahmen bei LERNZIELGLEICHHEIT!

Bitte beachten Sie die Ausführungen der Staatlichen Schulberatung in Bayern!